Man lebt nicht von Wolle allein …..

sondern muss auch zwischendurch ein wenig Nahrung zu sich nehmen 😉

Nach fast 4 arbeitsreichen Wochen habe ich endlich wieder Zeit und Muse, hier im Blog weiter zu arbeiten. Deshalb wundert euch nicht, wenn in den nächsten Tagen mehrere Beiträge zu vergangenen Ereignissen und viele Neuigkeiten zu finden sein werden. Schaut also deshalb immer wieder rein …..

Doch heute geht es um unser täglich Brot – das bei uns seit Jahren in der Küche in Form von Sauerteig-Roggenbrot selbst gebacken wird.

Die wichtigste Zutat für unser Brot ist der Sauerteig. Ich habe hierfür mir schon vor Jahren einen eigenen Sauerteig-Ansatz selbst gezogen. Keine Ahnung wo ich das Rezept her hatte, aber auf dem Pötzblog findet ihr eine tolle Anleitung.  Im Gegensatz zu Lutz Plötz nehme ich das Anstellgut 24 Stunden vor dem Backtag aus dem Kühlschrank und mache 1 Ansatzführung. Von dieser nehme ich dann einen kleinen Teil ab für den Kühlschrank und den nächsten Backtag.

Wer erst mal testen möchte, ob sich der Aufwand lohnt, kann man natürlich auch von Saitenbacher den Sauerteig in Beuteln nehmen. Hier würde ich aber trotzdem folgendermaßen einen Ansatz herstellen:

1 Beutel Fertig-Sauerteig mit 1 kleinen Tasse Vollkornmehl (Roggen oder Roggen-Dinkel) mit lauwarmen Wasser in einem verschließbarem Behältnis ansetzen und 12 Stunden recht warm stellen (20 – 24 Grad). Dieser Mehl/Sauerteig sollte in dieser Zeit Blasen gebildet haben, wenn nicht, bitte wärmer stellen ……

Mein Brotbacktag beginnt am Abend, indem ich den Teig anrühre und über Nacht in den Formen aufgehen lasse. Dadurch hat der Sauerteig genügend Zeit schön zu arbeiten, zu futtern und aufzugehen – unabhängig von der Raumtemperatur.

Selbstgebackenes Brot
Selbstgebackenes Brot

Legen wir also mal los, hier die Zutaten:

ca. 200 gr Sauerteig
2 kg Vollkornmehl (Roggen, Roggen/Dinkel)
ca. 20 gr Steinsalz
ca. 1,5 l lauwarmes Wasser
Körner nach Belieben

5 Kastenformen gefettet und ausgemehlt

In eine sehr große Backschüssel Mehl (ohne Klümpchen) und Salz sowie Körner geben. Dieses mit den Händen etwas vermischen und dann in die Mitte eine Vertiefung für den Sauerteig machen. Von dem Sauerteig nimmt man eine kleine Menge ab und stellt diese in einem verschließbaren Glas in den Kühlschrank. Der Rest vom Sauerteig wandert in die Mehlschüssel. Gleich 1 Liter lauwarmes Wasser dazu und mit dem Kneten, dem Vermischen der Zutaten anfangen. Wasser nach Bedarf dazugeben – Vollkornmehl benötigt mehr Flüssigkeit als Type 1050, deshalb verlasst euch auf euer Gefühl und gebt so lange Wasser dazu, bis ein schöner dicker und stabiler Teig entstanden ist.

Kleiner Tipp: ich arbeite mich immer ringsum durch die Schüssel durch, drehe dabei diese und greife mit meiner rechten Hand immer unter den Teig und wende diesen dann nach oben. 

Brot selbst backen

Nach ein paar Minuten merkt ihr, wie die Konsistenz des Teiges sich verändert – sie wird stabiler und etwas fester. Dann höre ich auf und portioniere den fertigen Brotteig in die Formen.

Die Formen fülle ich ca. zur Hälfte – wenn alles gut läuft ist bis zum nächsten Morgen die Form bis zum Rand (oder darüber hinaus) ausgefüllt.

Etwas Mehl auf den Teig und ein trockenes Tuch darüber.

Am nächsten Morgen ist dann mein erster Gang zum Backofen, diesen auf höchste Stufe (bei mir sind das 225 Grad) vorheizen und die Formen auf 2 Bleche verteilen.

Gebacken wird dann mit Umluft:

15 Minuten auf höchster Stufe
35 Minuten bei ca. 140 Grad

dann nehme ich die Laibe aus den Formen, klopfe auf die Unterseite der Brote (sie müssen hohl klingen) und gebe diese für die restlichen 10 Minuten wieder zurück in den Backofen. Diese letzten 10 Minuten geben dem Brot eine schöne knackige Kruste.

Fertig – jetzt nur noch auskühlen lassen und ……. mmmmmmmhhhhhhhhh

Na, habt ihr Hunger bekommen und wollt gleich losbacken? Dann wünsche ich euch gutes Gelingen und guten Appetit!

Fragen? Dann schreibt doch einfach einen Kommentar …..

Ein Gedanke zu „Man lebt nicht von Wolle allein …..

  1. Wenn ihr Leinsamen und Chiasamen dazu gebt, dieses 2- 3 Stunden vorher einweichen, bzw. quellen lassen
    Pro 1 g. Körner – 3 g. Wasser rechnen

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