Brauchtum an Ostern

Ein Beitrag aus dem Wollemagazin: Brauchtum an Ostern

Ostereier: Stehen allgemein für Wiedergeburt, rotgefärbte Eier stehen für Auferstehung.
Bis 1966 war es katholischen Christen nicht erlaubt, während der Fastenzeit Eier zu essen – deshalb hat man diese in färbendem Wasser hartgekocht. Und an Ostern diese gefärbten Eier dann in der Kirche gesegnet und als erstes verzehrt. Osterhasen für Fruchtbarkeit ! Denke ich auch. Osterlämmer: Gehen angeblich auf Johannes 1,29 zurück: “Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.” Steht somit für Tod und Auferstehung und war das typische Opfertier der frühen Christen. Osterlämmer aus Teig: Gibt es auch. Osterfeuer: Stammt aus vorchristlicher Zeit und steht für die Sonne als Mittelpunkt im menschlichen Leben. Mit dem Frühlingsfeuer zur Wintersonnenwende feierte man den Sieg der Sonne über die lange kalte Winterzeit. Eierdätschen: Es werden immer 2 Eier mit den Spitzen aneinander geschlagen und wessen Ei am Ende noch ganz ist, hat gewonnen! Ostereierschießen: Ist regional ein Brauch in der Karwoche, bei dem es für jeden Schuss ins Schwarze 1 Ei und für den Schuß in die 10er-Mitte 2 Eier gibt. So kann man sich auch das Ostereierfärben ersparen. Klappern/Kleppern in der Osterwoche: Bei uns flogen immer die Glocken der katholischen Kirche in der Karwoche (also die Woche vor Ostern) nach Rom – was aber bedeutete, dass sie während dieser Zeit nicht läuten konnten. Doch um die Gläubigen in die Kirche zu rufen, gab es die Klepper-Buben: diese hatten ein Holzbrett an dem ein Holzhammer befestigt war. Die Klebberbuben mussten damit mehrmals täglich durch die Straßen laufen und kleppern/klappern.

  In der Osternacht kommen die Glocken dann wieder geweiht aus Rom zurück …

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